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Rangierbahnhof Maschen aus der Vogelperspektive: Blick von oben auf viele verschieden farbige Waggons und Container von Güterzügen (Copyright: DB InfraGO AG, Digitale Schiene Deutschland)

Flensburg – Maschen

Kern des Projektes ist die Ausrüstung des Streckenabschnitts Flensburg – Maschen mit ETCS Level 2. Dazu werden 249 Streckenkilometer mit modernster Leit- und Sicherungstechnik ausgestattet. Ziel ist die Herstellung der Durchfahrbarkeit mit ETCS von Dänemark bis zum größten Rangierbahnhof Europas in Maschen.

Projektdauer

Beginn
2019
Ende
2033

Streckendaten

Strecke von Flensburg
Strecke bis Maschen
Auszurüstende Streckenkilometer 249 km
Streckennummer(n) 1040, 1220, 1234, 1255, 1259, 1280, 1720, 2200

Geplante Maßnahmen

ETCS Level 2 mit Signalen
Stellwerk(e)
  • Detaillierte Angaben zu den Stellwerken folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Ausrüstungsumfang
  • Detaillierte Angaben zu den Ausrüstungsumfängen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Geplante Geschwindigkeit 160 km/h

    Kontakt

    DSD-Nord

    Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail

    Disclaimer

    Die angezeigten Termine stellen rechtlich unverbindliche Prognosen nach dem aktuellen Sachstand dar. Die Prognosen sollen in keiner Weise einen, wie auch immer gearteten, Rechtsanspruch begründen, wonach bis zu dem genannten Termin eine Fertigstellung erfolgt und eine Nutzung ermöglicht wird. Aus diesen Gründen sollen die Angaben auch nicht herangezogen werden, um unternehmerische Entscheidungen, z. B., aber nicht abschließend, in Bezug auf die Fahrzeugausrüstung oder die Kompatibilität zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur, zu treffen oder vorzubereiten. Bei Fragen, insbesondere zum technischen Netzzugang oder zum Erhalt verbindlicher Auskünfte, bitten wir Sie, sich an Ihre:n Kundenberater:in zu wenden.

    Die Infrastrukturprojekte befinden sich überwiegend noch in Planungsphasen, sodass die auf diesen Seiten aufgeführten Informationen den aktuellen Planungsständen entsprechen und regelmäßig aktualisiert werden.

    Fahne der Europäischen Union. Daneben steht "Kofinanziert von der Europäischen Union"

    Ein reibungsloser und grenzüberschreitender Schienenverkehr ist sowohl für die deutsche Wirtschaft als auch für den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt von zentraler Bedeutung. Das bestehende Schienennetz in Europa ist jedoch mit unterschiedlichen Zugbeeinflussungssystemen ausgestattet und erlaubt heute noch keine durchgehende Befahrbarkeit der europäischen Strecken über Landesgrenzen hinweg.

    Deshalb werden die wichtigen Hauptstrecken des transeuropäischen Netzes (TEN-Korridore) schrittweise mit dem europaweit einheitlichen Zugbeeinflussungssystem, dem European Train Control System (ETCS), ausgerüstet. ETCS sorgt dafür, dass Züge in verschiedenen Ländern nach denselben technischen Standards sicher fahren können und damit Interoperabilität möglich wird. Um die europäische Integration im Bahnverkehr voranzutreiben, hat die Europäische Union die ETCS-Ausrüstung auf den TEN-Korridoren im sogenannten European Deployment Plan (EDP) festgelegt.

    Einer dieser Korridore ist der TEN-Korridor „ScanMed“ (Scandinavian – Mediterranean / Skandinavien – Mittelmeer). Das Projekt Flensburg – Maschen ermöglicht die durchgehende Befahrbarkeit dieses Abschnitts von Dänemark bis Maschen mit ETCS Level 2 mit Signalen (ETCS L2mS). Es baut auf dem separaten Projekt Padborg – Flensburg an der deutsch-dänischen Grenze auf und verlängert die ETCS-Ausrüstung nach Süden. Die Umstellung der bestehenden Leit- und Sicherungstechnik auf den europaweit einheitlichen Standard bindet zudem Europas größten Rangierbahnhof in Maschen an das interoperable europäische Streckennetz an.

    Im Detail wird der Abschnitt Flensburg – Neumünster – Eidelstedt – Rothenburgsort – Hamburg-Harburg – Maschen mit einer Gesamtlänge von 249 Kilometern – aufgeteilt in sechs Bauabschnitte – mit ETCS L2mS ausgerüstet. In der ersten Bauphase werden die sechs vorhandenen Relaisstellwerke (RSTW) auf der Strecke durch moderne Elektronische Stellwerke (ESTW) ersetzt. Die vorhandenen ESTW-Zentralen (ESTW-Z) und ESTW-Unterzentralen (ESTW-UZ) in Flensburg, Neumünster, Elmshorn, Eidelstedt, Rothenburgsort, Wilhelmsburg und Harburg sowie die jeweils zugehörigen abgesetzten ESTW (ESTW-A) und alle korrespondierenden Bedienplätze werden zudem für die Anwendung von ETCS hochgerüstet. In der zweiten Bauphase erfolgt die schrittweise Ausrüstung der Abschnitte mit ETCS L2mS, sodass eine durchgehende Befahrbarkeit über die Landesgrenze hinweg ermöglicht wird.

    Am 31. August 2024 fiel der Startschuss für die Arbeiten am ersten, 90 Kilometer langen Abschnitt zwischen Flensburg und Nortorf. In der ersten Bauphase werden rund 330 Kilometer Kabel verlegt, 180 Signale neu aufgestellt und sechs Bahnübergänge erneuert. Außerdem werden in diesem Abschnitt bereits vier RSTW (in Schleswig, Owschlag, Rendsburg und Osterrönfeld) durch moderne Stellwerkstechnik ersetzt. In der anschließenden zweiten Bauphase wird der Abschnitt bis voraussichtlich Ende 2028 mit ETCS ausgerüstet. Dabei entstehen unter anderem eine ETCS-Streckenzentrale (Radio Block Center: RBC) und rund 1.075 Balisen werden installiert.

    Das Projekt schreitet weiter voran: Am 17. Oktober 2025 starteten die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt zwischen Nortorf und Wrist. Auf insgesamt 36 Kilometern modernisiert die Deutsche Bahn in den nächsten Monaten die Infrastruktur grundlegend. In der ersten Bauphase werden etwa 113 Kilometer Kabel verlegt und 55 Signale erneuert. Die Stellwerke in Nortorf, Neumünster und Brokstedt werden technisch aufgerüstet und ETCS-fähig ausgestattet. Das bisherige RSTW in Wrist wird durch ein neues ESTW ersetzt. Insgesamt werden in diesem Abschnitt rund 1.200 ETCS-Balisen eingebaut. 

    Bauende Bahn

    Dies ist ein Projekt der Deutschen Bahn. Wir bauen. Damit die Menschen wieder auf uns bauen können. Mehr Informationen zur Bauenden Bahn gibt’s hier