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Mehrere Bahngleise, die über Weichen miteinander verbunden sind. Mit Langzeitbelichtung aufgenommene ICE-Züge rauschen vorbei.

Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main (SFS KRM)

Die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main ist eines der drei Projekte des Starterpakets. 20 Jahre nach dem Bau der rund 180 km langen Strecke steht nun ein Upgrade an: die Digitalisierung der LST. In diesem Zuge erfolgt die Einführung von ETCS sowie die Modernisierung der Stellwerkstechnik.

Projektdauer

Beginn
2019
Ende
2030

Streckendaten

Strecke von Köln
Strecke bis Frankfurt am Main
Auszurüstende Streckenkilometer 173 km ETCS, 300 km DSTW
Streckennummer(n) 2690 (ETCS), 2690 sowie Streckenabschnitte UZ Troisdorf I – 2691, 2324, 2651 (DSTW)

Geplante Maßnahmen

ETCS Level 2 ohne Signale
Stellwerk(e) 2 DSTW
Ausrüstungsumfang
  • 3 RBC
  • 2 DTZ
  • 2 DSZ
  • 859 Signale
  • 15 GFK
  • Weitere detaillierte Angaben zu den Ausrüstungsumfängen folgen aufgrund der frühen Planungsphase zu einem späteren Zeitpunkt.
Geplante Geschwindigkeit 300 km/h

Kontakt

DSD-Infrastrukturprojekte West

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail

Disclaimer

Die angezeigten Termine stellen rechtlich unverbindliche Prognosen nach dem aktuellen Sachstand dar. Die Prognosen sollen in keiner Weise einen, wie auch immer gearteten, Rechtsanspruch begründen, wonach bis zu dem genannten Termin eine Fertigstellung erfolgt und eine Nutzung ermöglicht wird. Aus diesen Gründen sollen die Angaben auch nicht herangezogen werden, um unternehmerische Entscheidungen, z. B., aber nicht abschließend, in Bezug auf die Fahrzeugausrüstung oder die Kompatibilität zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur, zu treffen oder vorzubereiten. Bei Fragen, insbesondere zum technischen Netzzugang oder zum Erhalt verbindlicher Auskünfte, bitten wir Sie, sich an Ihre:n Kundenberater:in zu wenden.

Die Infrastrukturprojekte befinden sich überwiegend noch in Planungsphasen, sodass die auf diesen Seiten aufgeführten Informationen den aktuellen Planungsständen entsprechen und regelmäßig aktualisiert werden.

 

 

 

Fahne der Europäischen Union. Daneben steht: Finanziert von der Europäischen Union.

Das Starterpaket bildet neben dem Schnellläuferprogramm den Einstieg in den Rollout der Digitalen Schiene Deutschland. Mit dem Zielhorizont 2030 werden im Rahmen von drei Projekten Strecken umfassend digitalisiert, indem sie mit dem europaweit einheitlichen Zugbeeinflussungssystem European Train Control System (ETCS) und modernen Stellwerken ausgestattet werden. Auf diese Weise ersetzt das Programm Technologien, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die im Starterpaket gewonnenen Erkenntnisse unterstützen den bundesweiten Rollout der Digitalen Schiene Deutschland und dienen als Vorlage für das gesamte deutsche Schienennetz.

Die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main (2690) bildet eines der drei Projekte des Starterpakets. Mit einer Streckenlänge von rund 180 km und Geschwindigkeiten von 300 km/h verbindet sie die beiden Metropolen Köln und Frankfurt am Main. Die Strecke verfügt über 27 Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund 40 km sowie 18 Brücken mit einer Gesamtlänge von etwa 6 km. Zwanzig Jahre nach der Erbauung steht nun ein Upgrade an: die Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik (LST).

Die Strecke wird dabei mit ETCS im Level 2 ohne Signale (ETCS L2oS) ausgerüstet. Dies umfasst den Ersatz der insgesamt drei steuernden ESTW-Unterzentralen (ESTW-UZ) in Troisdorf I, Montabaur und Frankfurt Flughafen Fernbahnhof durch moderne Stellwerkstechnik. Das Projekt beinhaltet auch die Aufrüstung der Telekommunikationsanlagen sowie den Bau der Digitalen Steuerzentralen (DSZ) Troisdorf sowie Frankfurt II und der Digitalen Technikzentrale (DTZ) Troisdorf sowie Limburg unter Berücksichtigung der Betriebssteuerungsstrategie (BSS).

Die Länge der mit ETCS auszurüstenden Strecke beträgt etwa 173 km. Einschließlich Zu- und Ausfahrten sind für die Umsetzung rund 200 Streckenkilometer vorgesehen. Die Ausstattung mit modernen Stellwerken führt zu weiteren Erhöhungen der mit ETCS auszurüstenden Streckenkilometern, da hier die Ausrüstung ganzer UZ-Bereiche technisch gesehen sinnvoll ist. Im Netz Köln werden daher auch Streckenabschnitte mit moderner Stellwerkstechnik ausgerüstet, die nicht zur Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main gehören und durch ein weiteres Projekt (Korridor Rhine-Alpine) mit ETCS ausgerüstet werden. Insgesamt sind schließlich etwa 300 Streckenkilometer mit moderner Stellwerkstechnik und ETCS auszurüsten.

Die Steuerung der Strecke erfolgt künftig aus zwei Digitalen Steuerzentralen: Das Netz Köln wird aus der DSZ Troisdorf, das Netz Frankfurt aus der DSZ Frankfurt bedient. Die moderne Stellwerkstechnik wird in den Technikzentralen (DTZ) Troisdorf und Limburg gebündelt. Somit werden die derzeit 1.237 Stelleinheiten (nach Umbau 1.089), darunter 230 Weichen, zentral gesteuert.

Die Planung befindet sich aktuell (Stand 05/2025) in der Leistungsphase 3 (Lph 3). Für die LST sind Blockoptimierungen und die Einrichtung des Gleiswechselbetriebs an bislang fehlenden Stellen vorgesehen. Die Projektplanung erfolgt grundsätzlich BIM-fähig, wobei im LST-Bereich zusätzlich die digitale Planung Anwendung findet. Das bedeutet, dass die gesamte Planung in virtuellen bis zu 5D-Modellen abgebildet wird. Der Baubeginn ist für Mitte 2027 geplant. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2030 vorgesehen.

Die Schnellfahrstrecke zählt dann zu den ersten Relationen gehören, die vollständig mit ETCS-Technologie und moderner Stellwerkstechnik ausgerüstet sein werden. Die Deutsche Bahn wird gemeinsam mit ihren Partnern, insbesondere der Politik und der Industrie, wertvolle Erfahrungen für den weiteren Rollout der Digitalen Schiene Deutschland sammeln: Es werden Regelwerke angepasst, Prozesse beschleunigt sowie Betriebserprobungen und Inbetriebnahmeverfahren getestet. Die Reisenden profitieren von mehr Zuverlässigkeit. 

Bauende Bahn

Dies ist ein Projekt der Deutschen Bahn. Wir bauen. Damit die Menschen wieder auf uns bauen können. Mehr Informationen zur Bauenden Bahn gibt’s hier.

Im Starterpaket werden die Strecken mit den Technologien ETCS und modernen Stellwerken ausgerüstet und so umfassend digitalisiert. Dabei ersetzt das Programm bestehende Technologien, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die im Starterpaket gewonnenen Erkenntnisse werden für den bundesweiten Rollout der Digitalen Schiene Deutschland auf das gesamte deutsche Streckennetz genutzt.

Projekte des Starterpakets

Die nachfolgenden zwei Projekte sind zusätzlich zu der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main (SFS KRM) Bestandteil des Starterpakets: