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Signale im viergleisigen Teil des Bahnhofs Berkenbrück zur Ausfahrt der Züge in Richtung Berlin (Copyright: DB InfraGO AG, Digitale Schiene Deutschland)

Grenzübergang Polen: Polen – Frankfurt/Oder – Erkner

Die Grenzanschlussstrecke von Polen über Frankfurt/Oder nach Erkner wird mit ETCS ausgerüstet, um die für einen wettbewerbsfähigen Schienengüterverkehr wichtige grenzüberschreitende Interoperabilität herzustellen. Als bedeutsame Achse des transeuropäischen Korridors North Sea – Baltic wird damit der Transitverkehr zwischen West- und Osteuropa gefördert.

Projektdauer

Beginn
2017
Ende
2030

Streckendaten

Strecke von Frankfurt/Oder Grenze
Strecke bis Erkner
Auszurüstende Streckenkilometer 70 km
Streckennummer(n) 6153, 6155

Geplante Maßnahmen

ETCS Level 2 mit Signalen
Stellwerk(e) 10 Stellwerke
Ausrüstungsumfang
  • 2 RBC
  • Ca. 1100 Balisen
  • Ca. 150 ETCS-Halt-Tafeln
  • Weitere detaillierte Angaben zu den Ausrüstungsumfängen folgen aufgrund der frühen Planungsphase zu einem späteren Zeitpunkt.
Geplante Geschwindigkeit 100 - 160 km/h

Kontakt

DSD-Ost

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail

Disclaimer

Die angezeigten Termine stellen rechtlich unverbindliche Prognosen nach dem aktuellen Sachstand dar. Die Prognosen sollen in keiner Weise einen, wie auch immer gearteten, Rechtsanspruch begründen, wonach bis zu dem genannten Termin eine Fertigstellung erfolgt und eine Nutzung ermöglicht wird. Aus diesen Gründen sollen die Angaben auch nicht herangezogen werden, um unternehmerische Entscheidungen, z. B., aber nicht abschließend, in Bezug auf die Fahrzeugausrüstung oder die Kompatibilität zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur, zu treffen oder vorzubereiten. Bei Fragen, insbesondere zum technischen Netzzugang oder zum Erhalt verbindlicher Auskünfte, bitten wir Sie, sich an Ihre:n Kundenberater:in zu wenden.

Die Infrastrukturprojekte befinden sich überwiegend noch in Planungsphasen, sodass die auf diesen Seiten aufgeführten Informationen den aktuellen Planungsständen entsprechen und regelmäßig aktualisiert werden.

Die Grafik zeigt das Logo, das aufzeigt, dass das Projekt EU-kofinanziert ist

Als Verbindung zwischen der deutsch-polnischen Grenze und der Metropolregion Berlin bilden die Strecken 6153 und 6155 gemeinsam eine zentrale Achse sowohl für den europäischen Schienengüterverkehr als auch für den Schienenpersonenfernverkehr. Die besondere Bedeutung dieser Route für den Transitverkehr wird dadurch unterstrichen, dass der TEN-Korridor (Trans-European Networks-Korridor) North Sea – Baltic über diese Strecke verläuft. Dieser verbindet die Nordsee über Deutschland und Polen hinweg mit dem Baltikum und dem Asowschen Meer.

Mit diesem Projekt soll die Qualität der Grenzanschlussstrecke zwischen Frankfurt Oderbrücke und Erkner verbessert werden, indem sie mit dem europaweit einheitlichen Zugbeeinflussungssystem, dem European Train Control System (ETCS), ausgerüstet wird. Die Maßnahme unterstützt das europäische Ziel, Interoperabilität entlang der TEN-Korridore herzustellen – insbesondere zwischen Grenzübergängen und verkehrlich bedeutenden Stationen. In Kombination mit den Projekten Erkner – Seddin und Lückenschluss Berliner Außenring wird damit der Grundstein für eine weitläufige Interoperabilität der Leit- und Sicherungstechnik (LST) im Schienenverkehr gelegt.

Als Teil des European Deployment Plans (EDP) ist das Vorhaben ein Projekt der Digitalen Schiene Deutschland. Ziel ist die Ausrüstung des gesamten Streckenabschnitts mit ETCS Level 2 mit Signalen (ETCS L2mS). Da neben den neuen Signalen auch das Punktförmige Zugbeeinflussungssystem (PZB) weiter in Betrieb bleibt, können künftig auch Fahrzeuge ohne ETCS-Ausrüstung die Strecke befahren. Auf dem Abschnitt zwischen Berlin Stadtforst und Frankfurt/Oder ist eine Streckengeschwindigkeit von 160 km/h, zwischen Frankfurt/Oder und der polnischen Grenze eine Geschwindigkeit von 100 km/h vorgesehen.

Die erforderliche technische Grundlage für die ETCS-Ausrüstung bieten ausschließlich moderne Stellwerke. Daher muss ein Teil der bestehenden Stellwerke zunächst umgerüstet werden. In Frankfurt/Oder Personenbahnhof ist noch ein Relaisstellwerk (RSTW) in Betrieb, das durch ein neues Stellwerk ersetzt wird. Außerdem müssen alle abgesetzten ESTW (ESTW-A) der ESTW-Unterzentrale (ESTW-UZ) Fürstenwalde durch neue Stellwerke ersetzt werden, da die Stellwerke des Typs Simis C des Herstellers Siemens nicht ETCS-fähig sind. Das gilt auch für die ESTW-Zentrale (ESTW-Z) mit Vor-Ort-Bedienung in Frankfurt Oderbrücke. Mit diesen Anpassungen erfolgt auch eine Neustrukturierung der Stellwerkshierarchie in den Steuerbereichen der zu ersetzenden Stellwerke. Dahingegen erfüllt die Stellwerkstechnik im Steuerbereich der ESTW-UZ Erkner bereits die technischen Voraussetzungen für eine ETCS-Ausrüstung.

Im Anschluss folgt die eigentliche Ausrüstung der Strecke mit ETCS. Dafür werden Eurobalisen in regelmäßigen Abständen auf den Gleisschwellen montiert. Zudem werden zwei ETCS-Streckenzentralen (Radio Block Center, RBC) errichtet, die über Schnittstellen an die Stellwerke angebunden werden. An den bestehenden Signalschirmen werden ETCS-Halt-Tafeln installiert, die im ETCS-Betrieb die klassischen Signale ersetzen. An den Abzweigungen von Fürstenwalde nach Bad Saarow und in Frankfurt/Oder sowie an den Streckenenden in Erkner und am Grenzübergang zu Polen werden ETCS-Ein- und -Ausstiege eingerichtet. Diese Ein- und Ausstiege bleiben dort vorerst bestehen, bis alle angrenzenden Streckenabschnitte ebenfalls mit ETCS ausgestattet sind.

Bauende Bahn

Dies ist ein Projekt der Deutschen Bahn. Wir bauen. Damit die Menschen wieder auf uns bauen können. Mehr Informationen zur Bauenden Bahn gibt’s hier.