Modernes Stellwerk für Köln-Mülheim: Bauarbeiten starten im April
Der Ausbau der digitalen Leit- und Sicherungstechnik im Großraum Köln schreitet voran: Ab April startet die DB InfraGO im Rahmen der Digitalen Schiene Deutschland die Arbeiten für ein Stellwerk der neuesten Generation am Standort Köln-Mülheim. Mit dieser Maßnahme schaffen wir die Grundlage für einen effizienteren, zuverlässigeren und pünktlicheren Zugverkehr zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach – eine wichtige Pendler:innenstrecke im Knoten Köln.
Im ersten Schritt rüsten wir die S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit neuster digitaler Stellwerkstechnik aus und bauen zusätzliche Weichen. Im Zielzustand werden das über 100 Jahre alte mechanische Stellwerk in Bergisch Gladbach sowie Teile des Relaisstellwerks in Köln-Mülheim durch innovative digitale Technik in drei neuen Modulgebäuden am Standort Köln-Mülheim ersetzt. Das denkmalgeschützte Stellwerksgebäude in Bergisch Gladbach bleibt als historisches Bauwerk erhalten.
Die Modernisierung ermöglicht einen effizienteren Betrieb, erhöht die Zuverlässigkeit und verbessert die Pünktlichkeit der Züge. Gleichzeitig bereiten wir die Strecke auf den geplanten zweigleisigen Ausbau vor und schaffen mit der neuen Technik die Voraussetzungen für die künftige Einführung des europäisch einheitlichen Zugbeeinflussungssystems ETCS. Insgesamt investiert die DB InfraGO rund 85 Millionen Euro in das Modernisierungsprojekt.
Der Baustart steht unmittelbar bevor: In diesem Jahr führen Fachkräfte zunächst umfangreiche Kabeltiefbauarbeiten entlang der Strecke durch. Dabei werden rund 15 Kilometer Kabelführungssystem installiert, fast 70 Schächte ausgehoben und etwa 20 Gleisquerungen geschaffen. Leider sind dafür mehrwöchige Vollsperrungen zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach erforderlich, da die Sicherheit des Zugverkehrs während der Arbeiten nicht gewährleistet werden kann. Die Strecke wird vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 voll gesperrt. Die S-Bahn-Linie S11 wird in dieser Zeit durch Busse ersetzt. Im Anschluss finden vom 9. Juli bis zum 4. September weitere nächtliche Bauarbeiten statt. Auch im kommenden Jahr sind zusätzliche Streckensperrungen vorgesehen.
Wir sind uns bewusst, dass diese Maßnahmen Einschränkungen für Anwohnende und Pendler:innen bedeuten. Unser Ziel ist es, die Arbeiten so effizient und reibungslos wie möglich durchzuführen, um Belastungen auf ein Minimum zu reduzieren. Sämtliche Fahrplanänderungen und Ersatzkonzepte werden rechtzeitig vor Baubeginn in den elektronischen Reiseauskunftssystemen und durch Aushänge auf den Bahnsteigen veröffentlicht. Zusätzlich stehen aktuelle Informationen jederzeit unter zuginfo.nrw bereit.
Mit dem neuen Stellwerk und der modernen Infrastruktur investiert die DB InfraGO in die Zukunftsfähigkeit des schienengebundenen Nahverkehrs im Raum Köln und erreicht damit einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung des gesamten Bahnknotens Köln.
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