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Weiterer Abruf aus dem Volumenvertrag – dieses Mal auf dem Korridor ScanMed mit den Vertragspartnern Siemens Mobility & LEONHARD WEISS (Copyright: DB InfraGO AG/Digitale Schiene Deutschland)
26.03.2026

Digitalisierungsschub für den Norden: Weiterer Abruf aus dem Volumenvertrag zur Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik mit Siemens Mobility und LEONHARD WEISS

Mit einem weiteren Abruf aus dem Volumenvertrag mit dem Konsortium Siemens Mobility und LEONHARD WEISS geht die DB InfraGO den nächsten Schritt in Richtung Digitalisierung des Bahnnetzes im Norden. Auf den niedersächsischen Streckenabschnitten Lüneburg – Dannenberg und Uelzen – Stelle auf dem europäischen Korridor Skandinavien-Mittelmeer (ScanMed) werden moderne Stellwerkstechnik und das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS installiert. 

Der 2024 geschlossene Volumenvertrag zur Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik verpflichtet die DB InfraGO dazu, eine festgelegte Menge an Produkten und Leistungen der digitalen Leit- und Sicherungstechnik abzurufen. Vertragspartner sind Hitachi Rail, MerMec Deutschland GmbH, Alstom sowie das Konsortium aus Siemens Mobility und LEONHARD WEISS. Die Partner liefern die abgerufenen Produkte und Leistungen fristgerecht – so profitieren alle Beteiligten von verbindlicher Planungssicherheit, beschleunigten Abstimmungs- und Vergabeprozessen und einer zügigen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.

Der erste Abruf aus dem Volumenvertrag erfolgte im Juni 2025 mit dem Konsortium Siemens Mobility und LEONHARD WEISS für das Projekt Korridor Rhine-Alpine in NRW. Nun folgt ein weiterer Abruf mit dem Konsortium – dieses Mal für den Korridor ScanMed auf den Streckenabschnitten Lüneburg – Dannenberg und Uelzen – Stelle in Niedersachsen. Damit setzt die DB InfraGO im Rahmen der Digitalen Schiene Deutschland ihren strategischen Ansatz des Volumenvertrags fort: Dank des Volumenvertrags erhält das Schienennetz einen deutlichen Digitalisierungsschub. 

Im Rahmen dieses Abrufs wird die 55 Kilometer lange Strecke zwischen Lüneburg und Dannenberg mit modernen Stellwerken und dem europaweit einheitlichen Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgestattet. Auf dem rund 75 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Uelzen – Stelle wird die Leit- und Sicherungstechnik um ETCS erweitert sowie in Teilabschnitten mit modernen Stellwerken, neuen Signalen und Weichenantrieben ausgerüstet. Insgesamt werden auf beiden Streckenabschnitten rund 130 Weichen und 244 Signale an die neue Stellwerkstechnik angeschlossen. Zusätzlich entstehen vier ETCS-Streckenzentralen – sogenannte Radio Block Center – und zwei moderne Stellwerks-Zentraleinheiten. 

DB InfraGO sowie das Konsortium Siemens Mobility und LEONHARD WEISS machen weiterhin gemeinsam einen großen Schritt, um neue standardisierte Technologien im Betrieb zu etablieren. Der Abruf steht für mehr Tempo in der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben und mehr Qualität bei der Modernisierung des deutschen Schienennetzes. Er macht die Bahn für Reisende und den Güterverkehr im Norden Deutschlands – und darüber hinaus – leistungsfähiger, zuverlässiger und zukunftsfähig.