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Automatisierte Züge brauchen intelligente Diagnosekonzepte
19.08.2026

AutomatedTrain - Automatisierte Züge brauchen intelligente Diagnosekonzepte

Mit zunehmender Digitalisierung und Automatisierung des Bahnsystems steigen die Anforderungen an die technische Überwachung von Fahrzeugen und Komponenten. Moderne Diagnosekonzepte sind ein wichtiger Baustein, um die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit automatisierter Züge langfristig sicherzustellen.

Die Automatisierung des Bahnbetriebs eröffnet neue Möglichkeiten für einen effizienteren, stabileren und wirtschaftlicheren Schienenverkehr. Gleichzeitig steigt mit dem Einsatz zusätzlicher digitaler und softwarebasierter Systeme die Komplexität moderner Schienenfahrzeuge. Damit wächst auch die Bedeutung leistungsfähiger Diagnosesysteme, die technische Zustände kontinuierlich überwachen, Fehler frühzeitig erkennen und notwendige Maßnahmen unterstützen können.

Besonders für automatisierte Fahrzeuge mit hohen Automatisierungsgraden (ATO GoA 3-4) sind neue Ansätze erforderlich: Wenn klassische Aufgaben des Triebfahrzeugführenden entfallen, müssen Diagnose- und Monitoringsysteme einen größeren Beitrag zur Bewertung des Fahrzeugzustands und zur Sicherstellung eines stabilen Betriebs leisten. Dabei gilt es, große Datenmengen aus unterschiedlichsten Systemen effizient auszuwerten und herstellerübergreifend nutzbar zu machen.

Innerhalb des Forschungs- und Entwicklungsprojekts AutomatedTrain wird untersucht, wie sich offene und standardisierte Diagnosekonzepte für automatisierte Schienenfahrzeuge nutzen lassen. Ein zentraler Ansatz ist dabei Service-Oriented Vehicle Diagnostics (SOVD) – ein in der Automobilindustrie etablierter Standard, mit dem Diagnosedaten und Diagnosefunktionen über standardisierte Schnittstellen als Dienste bereitgestellt werden können.

Durch die Nutzung offener Standards entsteht ein modulares und skalierbares Diagnosekonzept, das die Integration unterschiedlicher Komponenten und Systeme erleichtert. Dies schafft die Grundlage dafür, komplexe softwarebasierte Funktionen – beispielsweise Systeme zur Umfeldwahrnehmung automatisierter Fahrzeuge – zuverlässig zu überwachen und Diagnoseinformationen für Betrieb, Instandhaltung und weitere Anwendungen bereitzustellen.

Welche Potenziale der SOVD-Ansatz für den Einsatz im Bahnsystem bietet und wie ein entsprechendes Diagnosekonzept technisch umgesetzt werden kann, wird in einem Fachartikel des Magazins EI - Der Eisenbahningenieur genauer beleuchtet. 

Fachartikel „AutomatedTrain – Integration eines skalierbaren Diagnosekonzepts“
(EI - Der Eisenbahningenieur, 07/2026)