Neue Energieversorgungsleitung im Raum Aachen in Betrieb genommen
Im Bahnknoten Aachen wurde eine neue Energieversorgungsleitung in Betrieb genommen. Sie stärkt die Energieversorgung und unterstützt den zuverlässigen Betrieb insbesondere in einer Phase mit erhöhten betrieblichen Anforderungen. Gleichzeitig schafft sie eine wichtige Grundlage für die weitere Modernisierung der Infrastruktur und für einen leistungsfähigen Bahnbetrieb im Westen Deutschlands.
In der Nacht vom 11. auf den 12. Januar ist zwischen Stolberg und Aachen Hauptbahnhof eine neue Energieversorgungsleitung erfolgreich in Betrieb gegangen. Mit der rund acht Kilometer langen Leitung wird die Versorgung im Knoten Aachen gezielt verstärkt und robuster aufgestellt.
Die Maßnahme ist insbesondere vor dem Hintergrund einer aktuellen Bauphase auf der Strecke zwischen Aachen West und Herzogenrath erforderlich. Während dieser Zeit wird ein Teil des Zugverkehrs über den Aachener Hauptbahnhof geführt und die Einspeisung aus Herzogenrath entfällt. Dadurch übernimmt diese Strecke eine wichtige Rolle im Umleitungsverkehr und muss deutlich mehr Zugverkehr bewältigen als im Regelbetrieb. Das erfordert mehr Energie.
Folglich müssen die Energieflüsse überall dort gezielt angepasst werden, wo sich Zugverkehre konzentrieren. Die neue Leitung stellt somit sicher, dass die erforderliche Energie im Knoten Aachen zuverlässig bereitgestellt wird. So wird ein stabiler und leistungsfähiger Bahnbetrieb auch unter erhöhten betrieblichen Anforderungen ermöglicht.
Gleichzeitig schafft die neue Energieversorgung eine wichtige Grundlage für die weitere Modernisierung der Infrastruktur im Raum Aachen. Eine leistungsfähige Energieversorgung ist Voraussetzung für den Einsatz moderner Leit- und Sicherungstechnik wie etwa moderner Stellwerke und ETCS. Damit ist der Knoten auch langfristig zukunftsfähig.
Die neue Energieversorgungsleitung verläuft vollständig auf Bahngelände und wurde überwiegend in Kabeltrögen verlegt. Für den Netzanschluss wurde die Leitung in Aachen Hauptbahnhof an einen bestehenden Mast angebunden, in Stolberg war dafür der Bau eines neuen Mastes erforderlich. Mit der Inbetriebnahme dieser Stromversorgung wird ein weiterer Schritt zu mehr Stabilität und Zuverlässigkeit im Bahnbetrieb im Westen Deutschlands gemacht.
Die Maßnahme wurde vom Team des DSD-Projekts zum Grenzübergang Belgien – Aachen – Düren umgesetzt. Damit ist ein stabiler Betrieb während der Arbeiten zur Einführung eines modernen Stellwerks im Raum Aachen gesichert. Auf der Strecke zwischen Düren und der belgischen Grenze werden schrittweise ETCS und moderne Stellwerkstechnik eingeführt.